Tourismusrekord im Jahr 2025
Im Kalenderjahr 2025 verzeichnete der heimische Tourismus 157,27 Mio. Nächtigungen. Das ist der höchste Wert seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen im Jahr 1974. Zum dritten Mal wurden damit mehr als 150 Millionen Nächtigungen erreicht – nach 2023 (151,17 Mio.) und 2024 (154,32 Mio.). Im Vergleich zu 2024 wuchsen die Nächtigungen 2025 um 1,9 Prozent bzw. 2,95 Mio., was insbesondere auf einen Anstieg der Übernachtungen von internationalen Gästen auf 116,81 Mio. (+2,4 %) zurückzuführen ist. Die Nächtigungen von Gästen aus Österreich nahmen um 0,5 Prozent auf 40,46 Mio. zu. Auch die Ankünfte erhöhten sich im Jahr 2025. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Gäste um 3,1 Prozent auf 48,17 Mio. zu.
Tirol hat die meisten Nächtigungen; höchster Anstieg in Wien
Mehr als die Hälfte der Nächtigungen 2025 fanden erneut in Tirol und Salzburg statt (insgesamt 80,92 Mio.). In beiden Bundesländern sind die Nächtigungen im Vorjahresvergleich gestiegen (Tirol: +1,7 %; Salzburg: +2,4 %). Den höchsten prozentuellen Zuwachs im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2024 gab es in Wien (+6,5 %).
Eine Analyse nach Herkunft zeigt, dass die Zahl der Gäste aus dem Ausland im Vergleich zu 2024 am stärksten in Wien wuchs (+7,7 %), während jene der Gäste aus dem Inland in Salzburg am meisten zunahm (+3,0 %).
74,3 Prozent der gesamten Nächtigungen des Jahres 2025 entfielen auf Gäste aus dem Ausland. Die wichtigsten Herkunftsmärkte waren Deutschland (58,55 Mio.), die Niederlande (11,26 Mio.) sowie die Schweiz und Liechtenstein (4,34 Mio.).
Städtetourismus weiterhin stark
In Wien und den Landeshauptstädten gab es 2025 insgesamt 29,05 Mio. Nächtigungen, um 5,7 Prozent mehr als 2024 (27,49 Mio.). Wien überschritt dabei mit 20,09 Mio. Nächtigungen zum ersten Mal die 20-Millionen Marke (+6,5 % oder +1,23 Mio. Nächtigungen). Mit Ausnahme von Salzburg und Bregenz, die mit 3,28 Mio. bzw. 0,39 Mio. Nächtigungen nur knapp unter ihren bisherigen Höchstwerten des Jahres 2019 liegen, verzeichneten alle übrigen Landeshauptstädte neue Bestwerte. Die höchsten prozentuellen Zuwächse gab es in Eisenstadt (+11,3 %), Wien (+6,5 %) und Graz (+5,2 %).
Bisherige Wintersaison 2025/26 mit deutlichen Zuwächsen
In den ersten zwei Monaten der laufenden Wintersaison 2025/26 (November und Dezember 2025) gab es österreichweit insgesamt 19,67 Mio. Nächtigungen (+8,1 %), die Zahl der Gäste stieg auf 6,59 Mio. (+7,5 %). Die Nächtigungen von Gästen aus Österreich nahmen im Vergleich zum Zeitraum November/Dezember im Vorjahr um 1,0 Prozent auf 4,91 Mio. zu, die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 10,7 Prozent auf 14,76 Mio.
Im Dezember 2025 stiegen die Nächtigungen in Österreich im Vergleich zum Dezember 2024 um 9,9 Prozent auf 13,90 Mio. Der Anstieg war vor allem auf internationale Gäste zurückzuführen, bei denen die Nächtigungen um 10,9 Prozent auf 11,23 Mio. zunahmen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um 5,6 Prozent auf 2,67 Mio.
Kraus-Winkler: Ganzjahrestourismus gewinnt in Österreich an Bedeutung
„Die aktuellen Daten zeigen, dass sich die touristische Nachfrage zunehmend über das gesamte Jahr verteilt“, analysiert Susanne Kraus-Winkler, Bundesspartenobfrau der Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). „Sowohl Sommer- als auch Wintersaison leisten einen Beitrag zur Gesamtentwicklung, wodurch klassische saisonale Schwankungen etwas abgefedert werden. Österreich wird damit stärker als Ganzjahresdestination wahrgenommen und weniger ausschließlich als klassisches Winter- oder Sommerurlaubsland. Diese Entwicklung unterstützt Bestrebungen vieler Betriebe, Beschäftigungsverhältnisse zu verlängern und saisonale Übergänge besser abzufedern.“
„Diese Entwicklung“, so Kraus-Winkler, „bringe neue Chancen, verändert aber auch Anforderungen an die Betriebe.“ Neben dem alpinen Bergurlaub gewinnen auch Städtereisen ganz stark an Bedeutung, sowohl was den Kultur- als auch den Kongresstourismus betrifft. Diese breitere Nachfragebasis sorgt für höhere Auslastung, bedeutet für viele Betriebe jedoch längere Betriebszeiten und einen höheren Bedarf an Mitarbeitern über das gesamte Jahr hinweg. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wider. Im Dezember 2025 waren 247.969 Personen im Tourismus beschäftigt, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Beschäftigtenzahl bei 228.634, das entspricht einem Zuwachs von 0,8 Prozent gegenüber 2024. Trotz des Beschäftigungszuwachses berichten viele Betriebe – vor allem in Hochsaisonen und touristischen Hotspots - weiterhin von Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen.