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Ferienwohnungen wie Airbnb sind der große Trend im heimischen Tourismus.

Nächtigungen leicht gestiegen

Im bisherigen Kalenderjahr haben die heimischen Beherbergungsbetriebe ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum registriert. Auffallend: Das stärkste Wachstum verzeichnen Ferienwohnungen.

Die aktuell von Statistik Austria veröffentlichten Nächtigungszahlen für das Kalenderjahr 2026 zeigen mit 117,89 Mio. Nächtigungen ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der August war mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent stabil, sodass für die bisherige Sommersaison (Mai-August) insgesamt ein Plus von 2,3 Prozent erreicht wurde.

Während der 1-3 Stern-Bereich vor allem in der bisherigen Sommersaison deutlich unter dem Durchschnitt liegt, im 1-2 Stern-Bereich mit einem Minus von 2,4 Prozent, verzeichnet die 4-5 Stern Hotellerie mit 2,3 Prozent Nächtigungen ein Wachstum, das dem Durchschnitt entspricht. Das höchste Wachstum verzeichnet allerdings nicht die klassische Hotellerie, sondern mit +8,8 Prozent Nächtigungen in der bisherigen Sommersaison und +6,6 Prozent seit Jahresbeginn der Sektor der Ferienwohnungen. Das zeigt die veränderte Angebotsstruktur am österreichischen Beherbergungsmarkt: Laut Österreichischer Nationalbank (OeNB) gab es zwischen 2019 und 2025 bei den Anbietern von Ferienwohnungen ein Plus von 84 Prozent, während die 1-3 Sternbetriebe um 12 Prozent gesunken sind. Die Anzahl der 4 und 5 Sternhotels ist um 5 Prozent gestiegen.

„Nachdenkliche Ertragslage"

„Trotz leichtem Nächtigungsplus für einen Teil der Branche stimmt uns die Ertragslage sehr nachdenklich. Erschreckende 26 Prozent der Hotelleriebetriebe gaben diesen Sommer bereits an, dass sie im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang ihrer Erträge verzeichnen. Nicht überraschend, wenn Grund- und Vorleistungskosten wie Energie- und Lebensmittel wieder deutlich steigen, die Kosten von 90 Prozent der Betriebe nicht oder nicht gänzlich über Preise an die Gäste weitergegeben werden können, weil Gäste ohnehin schon sparsamer urlauben“, meint Georg Imlauer, Obmann des Fachverbandes Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zu den aktuellen Zahlen.

Auch Susanne Kraus-Winkler, WKÖ-Bundesspartenobfrau Tourismus und Freizeitwirtschaft kommentiert die Nächtigungsentwicklung für die Hotellerie zurückhaltend: „Aus dem aktuellen Tourismusbericht der Österreichischen Nationalbank geht eindeutig hervor, dass trotz steigender Nächtigungszahlen die reale Wertschöpfung bei Beherbergung und Gastronomie um 12 Prozent gesunken ist.“ Zudem sei zwischen 2019 und 2024 die Stundenproduktivität in der Beherbergung und Gastronomie um 6 Prozent gesunken, während sie in der Gesamtwirtschaft um 3,5 Prozent gestiegen sei. Daher sei auch der Investitionswille in der Branche gedämpft. Während in den vergangenen drei Jahren 76 Prozent der Hotelleriebetriebe investiert hätten, seien es in den kommenden drei Jahren nur mehr 53 Prozent.

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geschrieben am

25.09.2026