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Beim Thema Klimaschutz wird wohl auch die An- und Abreise der Touristen in Österreich in den Fokus geraten.

„Klimagesetz treibt Kosten in die Höhe“

WKÖ-Kraus-Winkler kritisiert das in ihren Augen überambitionierte Klimagesetz: Das 2040-Ziel belaste Betriebe zusätzlich durch verkürzte Investitionszyklen. Die Begutachtungsfrist solle man für eine Kurskorrektur nutzen.

„Unsere Betriebe stehen zu den europäischen Klimazielen und investieren laufend in Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ein österreichisches Klimaneutralitätsziel 2040 würde die Transformation jedoch um zehn Jahre verkürzen und damit die Kosten für die Betriebe weiter in die Höhe treiben. Gerade in der aktuell angespannten Kostensituation wäre das der falsche Weg. Die Begutachtung muss daher genutzt werden, um diesen nationalen Alleingang zu verhindern“, sagt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Gebäude sowie Heizungs-, Küchen-, Wellness- und Freizeitanlagen hätten lange Investitions- und Abschreibungszyklen. Eine auf 2040 verkürzte Transformation würde für viele Betriebe bedeuten, bestehende Anlagen früher als geplant ersetzen und gleichzeitig neue Investitionen finanzieren zu müssen. „Hotels, Gastronomie, Seilbahnen, Bäder und Freizeitbetriebe kämpfen bereits mit hohen Energie-, Treibstoff-, Finanzierungs- und Personalkosten. Zusätzliche Vorgaben würden diesen Kostendruck weiter verschärfen. Wir brauchen daher Planungssicherheit, technologieoffene Lösungen und vor allem Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen“, betont Kraus-Winkler.

Tourismus steht im internationalen Wettbewerb

Besonders schwer würden zusätzliche Kosten wiegen, weil die heimischen Tourismus- und Freizeitbetriebe im internationalen Wettbewerb stünden und höhere Belastungen nicht unbegrenzt an ihre Gäste weitergeben könnten. „Ein Hotel oder eine Seilbahn kann nicht ins Ausland verlagert werden. Gäste und Investitionen können sich aber sehr wohl für andere Destinationen entscheiden. Zusätzliche nationale Belastungen schwächen daher unmittelbar die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und gefährden Wertschöpfung und Arbeitsplätze in den Regionen. Klimaschutz muss wirtschaftlich machbar bleiben“, so Kraus-Winkler abschließend.

geschrieben am

18.09.2026