Die Affäre um den nicht ganz freiwillig geschiedenen Wirtschaftskammer-Präsidenten Harald Mahrer, ausgelöst durch geplante Gagenerhöhungen für Kammermitarbeiter, haben das Thema „Pflichtmitgliedschaft“ nach Jahrzehnten wieder in die allgemeine Diskussion gebracht. Zur Erinnerung: Abgesehen von Mahrers eigener Ämter-Kumulation (u.a. Nationalbank-Direktor) und den dazugehörigen Gehältern, sollten in Zeiten, als die WKO von allen Arbeitnehmern Zurückhaltung bei den Lohnverhandlungen fordert, um die Inflation nicht weiter anzuheizen, die Löhne aller WKO-Mitarbeiter um über vier Prozent steigen, Mahrers Gehalt selbst sogar um satte 21 Prozent und bei manchen Landespräsidenten wäre sogar ein Plus von über 50 Prozent geplant gewesen. Ein Kommentar von Clemens Kriegelstein.