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Erfolgreiche zweite Gaumen Hoch-Connection (v. l.): Dorli Muhr, Reinhold Gmeinbauer, Ulrike Retter, Martin Grassberger, Sandra Weiß, Stefan Sigl, Elisabeth Zoubek, Alexandra Seyer-Gmeinbauer

„Gaumen hoch“ wächst weiter

Das Bio-Landgut Esterhazy in Donnerskirchen wurde Anfang Juni zum Treffpunkt für Genuss, Austausch und Zukunftsvisionen. Mehr als 150 Mitglieder aus allen Bundesländern folgten der Einladung zur zweiten Gaumen Hoch-Connection und setzten damit ein Zeichen für diese wachsende Bio- und Qualitätsbewegung in Österreich.

„Den Mitgliedern einmal im Jahr bei einer Connection die Möglichkeit zum persönlichen Austausch zu geben, ist für uns extrem wichtig. Wir sind eine Bewegung, die viel bewirken kann, wenn wir uns gut miteinander vernetzen“, betonte Gaumen Hoch-Gründerin Alexandra Seyer-Gmeinbauer. Mitgründer Reinhold Gmeinbauer zog eine beeindruckende Bilanz: „Was im April 2024 mit 30 Betrieben begonnen hat, ist mittlerweile auf eine Bewegung mit 250 Betrieben gewachsen. Unsere Zusammenarbeit trägt Früchte.“

Mehr Bewusstsein für biologische und gesunde Ernährung

Ziel von Gaumen Hoch ist es, Konsumenten für biologische und gesunde Ernährung zu sensibilisieren, außergewöhnliche Betriebe sichtbar zu machen und die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern. „Wir schaffen Bewusstseinsbildung und bringen so mehr Bio in Österreichs Küchen“, so Reinhold Gmeinbauer.

Als Erfolgsfaktoren nennt er drei zentrale Säulen:

  • konsequent geprüfte Mitgliedsbetriebe, 
  • hohe Sichtbarkeit durch das Gaumen Hoch-Medienhaus, 
  • sowie das Gaumen Hoch-Siegel als klares Zeichen für geprüfte Qualität. 

Persönliche Gespräche, ehrliche Kommunikation und eine Vertrauensbasis

Bei einem Panel Talk wurde über das Thema „Gemeinschaft - Beziehungsarbeit zwischen Produzenten und Gastronomen“ gesprochen und Potenziale, Chancen und Herausforderungen beleuchtet. Ulrike Retter (Biohotel Retter), Dorli Muhr (Weingut Dorli Muhr), Sandra Weiß (Pillhof Bio Ochsenfleisch), Stefan Sigl (Stiegl-Gut Wildshut) und Elisabeth Zoubek (Biohof Adamah) haben dabei auch Tipps für ein funktionierendes Miteinander mitgegeben. Alle waren sich einig: Es braucht persönliche Gespräche, ehrliche Kommunikation und Schulterschlüsse. Der Tenor immer: „Ich muss wissen, mit wem ich kommuniziere und was jeder und jede braucht.“ Ulrike Retter lädt Bio-Winzer ins RETTER Bio-Natur-Resort ein, damit diese ihre Weine direkt präsentieren. Oder Klaus Dutzler (Seebauer am Gleinkersee): „Unsere Idee war immer, mehr Zeit in die Beziehungen zu Produzenten und Lieferanten hineinzustecken und sich gegenseitig zu fördern.“ Gastronomin Emilia Orth-Blau (Rosa & Marie): „Ich brauche Verbindungen mit Menschen, die so ticken wie ich.“ Oder Dorli Muhr, die die Schulterschlüsse zwischen Weingütern und landwirtschaftlichen Betrieben als Meilenstein bezeichnete. Und Stefan Sigl: „Die größte Wertschätzung, die wir als Gastronomiebetriebe bieten können, ist die, wenn die Bauern direkt an uns Gastronomiebetriebe verkaufen.“  

Weltrekordversuch

Gemeinsam wurde auch ein Weltrekord für die „längste kürzeste Lebensmittelkette“ der Welt versucht. Alle, die bei der Veranstaltung dabei waren, haben eine Menschenkette gebildet und so den kürzesten Weg vom Ursprung der Lebensmittel bis zum fertigen Produkt dargestellt. Jede Person stand für einen Schritt in dieser direkten Lebensmittelkette und war mit der nächsten verbunden. Das Besondere: Entscheidend war nicht die Länge, sondern die Anzahl der Menschen, die gemeinsam eine vollständige und direkte Lebensmittelkette darstellen – ohne unnötige Zwischenstationen. Damit zeigt Gaumen Hoch, wofür die Initiative steht: gute Lebensmittel brauchen Nähe, Transparenz und verantwortungsvolle Menschen.

geschrieben am

09.06.2026