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Das wachsende Interesse an einem bewussteren Lebensstil – verkörpert durch die sogenannte „Sober Curious“-Bewegung – zeigt sich vor allem in der jungen Generation. Insgesamt bleibt der Trend zwar noch in der Nische, deutet aber auf eine langfristige Veränderung im Umgang mit Alkohol hin.

Bewusster Alkoholkonsum immer gefragter

Österreich und die Schweiz zählen weltweit zu den führenden Märkten für alkoholfreie und alkoholreduzierte Getränke: 22 Prozent der Konsumenten greifen regelmäßig zu No-/Low-Alkohol-Alternativen. Damit liegen beide Länder deutlich über dem globalen Durchschnitt von 16 Prozent sowie über 14 Prozent in Westeuropa.

Während alkoholfreie Produkte zunehmend an Beliebtheit gewinnen, bleibt das Konzept des bewussten oder neugierigen Umgangs mit Alkohol – auch bekannt als „Sober Curious“-Bewegung – noch ein Nischenthema. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Nielsen IQ-Studie. Der Begriff „Sober Curious“ beschreibt Menschen, die ihren Alkoholkonsum hinterfragen und öfter bewusst verzichten, ohne vollständig abstinent zu leben.

Nur 10 Prozent der Befragten haben den Begriff bereits gehört und sehen sich selbst als „sober curious“. Weitere 24 Prozent kennen den Ausdruck, identifizieren sich jedoch nicht damit. Die Mehrheit zeigt bislang wenig Berührungspunkte: 38 Prozent haben den Begriff nie gehört und möchten auch nicht mehr darüber erfahren, während 28 Prozent zwar uninformiert sind, aber grundsätzlich Interesse zeigen würden.

Jüngere Generationen treiben den Trend

Besonders unter den jüngeren Konsumenten zeigt sich ein wachsendes Interesse an einem bewussteren Umgang mit Alkohol:

  • Gen Z: 37 Prozent kennen den Begriff und identifizieren sich mit der Bewegung, 14 Prozent kennen ihn ohne Zugehörigkeit.
  • Millennials: 31 Prozent bezeichnen sich als „sober curious“, 11 Prozent kennen den Begriff, ohne sich damit zu identifizieren.

Alkohol wird bewusster konsumiert

Die Beziehung zu Alkohol ist insgesamt reflektierter, als oft angenommen. 44 Prozent aller Konsumenten geben an, gelegentlich zu trinken, dabei jedoch bewusster mit ihrem Konsum umzugehen. Bei der Gen Z liegt dieser Wert bei 37 Prozent, bei Millennials sogar bei 49 Prozent. Gleichzeitig genießen 18 Prozent aller Befragten Alkohol regelmäßig und sehen keinen Anlass, ihr Verhalten zu ändern – bei Gen Z sind es 20 Prozent, bei Millennials 12 Prozent.

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geschrieben am

15.12.2025